Herzlich willkommen zu unseren Veranstaltungen!

Die Nähe zum Theater leben.

Bei all unseren Veranstaltungen haben Sie dazu vielfältige Möglichkeiten.

Die Berichte zu unseren bisherigen Aktivitäten sehen Sie in unserem Archiv.



Freundeskreis-Veranstaltungen im Überblick

16.10.2018

13.11.2018   Probenbesuch von "Impression", 19:30, Friedrich 5    
31.12.2018   Probenbesuch zur Generalprobe des Silvesterkonzerts, 10:00, Stadthalle
2019
30.01.2019   Freundeskreis-Talk zum Türkei Projekt, 19:30 Alter Saal, Zinnure Türe, Jürgen Popig, Katrina Mäntele
09.02.2019   Probenbesuch "Moby Dick" mit anschließendem Gespräch, Zwinger 3;10:30 Uhr Einführung, 11:30 Uhr Generalprobe, im Anschluss: Gespräch mit den Freundeskreismitgliedern
24.03.2019   Freundeskreis-Brunch, 11:00 - 14:00,  Alter Saal    
28.04.2019   Stückemarkt Autorenempfang, 11:30, Friedrich 5    
14.06.2018   Probe Dreigroschenoper, 17:45 Marguerre Saal, AP: Maria Schneider, Beginn Bühnenprobe: 18 Uhr
08.07.2019   Betriebsausflug & Sommerfest        


Die neuen Operndirektoren beim Freundeskreis-Talk am 9. Juli im Friedrich 5

15.07.2018
Freundeskreis
Warum junge Regisseure wichtig sind
Die neuen Operndirektoren beim Freundeskreis-Talk – Sie setzen auf slawisches Repertoire, Operetten und deutschen Barock

Heidelbergs letzter Opernchef Heribert Germeshausen war dauernd unterwegs – auf der Jagd nach Stimmen, Regisseuren, Inszenierungen, und schlief angeblich immer im Zug. Das müsste bei seinen Nachfolgern besser sein, denn sie sind zu zweit. Ulrike Schumann und Thomas Böckstiegel, das neue Direktorenteam, stellte sich jetzt dem Freundeskreis des Theaters und Orchesters vor. Auch Intendant Holger Schultze erklärte dem Publikum noch einmal seine Entscheidung für das Duo: Er wolle die Qualität der Sänger am Theater halten und gleichzeitig die Dramaturgie stark machen.
Der Musikwissenschaftler und Kulturmanager Thomas Böckstiegel, zuletzt in Wuppertal tätig, wo er das gesamte hochkarätige Ensemble neu aufbaute, ist hauptsächlich für das Casting der Sänger zuständig. Die Operndramaturgin Ulrike Schumann arbeitete zuletzt fünf Jahre am Theater in Osnabrück – und war 2012 schon in Heidelberg als Gastdramaturgin für „Polifemo“ beim Winter in Schwetzingen.
Es wird natürlich auch künftig Opern-Inszenierungen geben, die nicht jedem im Publikum gefallen. Auch wenn zwei, drei Zuhörer im „Friedrich 5“ die Opernchefs um „mehr Sensibilität bei der Auswahl der Regisseure“ baten. „Jeder blickt anders auf das Werk“, sagte Ulrike Schumann, „Regie ist immer eine individuelle Interpretation.“ Und junge Regisseure brächten ganz neue Sichtweisen mit. Die Opernchefin brachte dem Publikum eine besondere Idee nahe: „Einen Regieauftrag vergeben, das ist, wie wenn ich ein Bild in Auftrag gebe.“ Man kennt die tatsächliche Ausführung erst zum Schluss.
Die Arbeit von jungen Regisseuren könnte auch jüngere Menschen für die Oper interessieren. Und das haben die beiden vor. Sie, die Mittvierziger, wollen neue Konzepte für die Musiktheatersparte entwickeln und die mittleren Generationen ab 18 Jahren ins Theater holen, wie Thomas Böckstiegel erläuterte. Der Mann für die schönen Stimmen beantwortete auch die Frage von Moderatorin Gabriele Wiedemann, wie er die Sänger auswählt. Gesangstechnik und Qualität müssen natürlich sein, aber wichtig ist ihm etwas ganz anderes: Sänger müssten unterschiedliche Farben der Charaktere vermitteln können. Die walisische Sopranistin Carly Owen, die in Heidelberg die strahlende Irina Simmes ersetzen soll, ist eine solche Persönlichkeit: „Ich habe mich in sie als Bühnencharakter sofort verliebt“, sagt Böckstiegel, „sie erzählt hinreißend.“ In „Rigoletto“ werden es die Heidelberger sehen.
Gestalten wird das Team die Spielzeiten ab Herbst 2019. Dann werden die beiden eigene Schwerpunkte setzen, etwa beim slawischen Repertoire, das sie lieben. „Das ist unfassbar tolle Musik, teilweise spannend wie ein Krimi erzählt“, findet Böckstiegel. In Schwetzingen will man den deutschen Barock in den Fokus nehmen. Ulrike Schumann hat noch andere Lieblingsprojekte. Sie findet es wichtig, Opernwerke von Autoren jüdischer Provenienz wieder zu entdecken, deren Karriere in der Nazi-Zeit abbrach. Und sie will Operetten zeigen. „Die Operette hatte eigentlich die Funktion, die heute das Kabarett hat, man hat sofort neue Tanzformen integriert oder das aktuelle Stadtgespräch, man war absolut flexibel auf der Bühne“, sagt Schumann. Emmerich Kálmán etwa habe politisch hochgradig brisante Themen auf die Bühne gebracht. Einig ist sich das neue Team für die Oper in einem Punkt: „Theater ist in erster Linie für das Publikum da und muss zugänglich sein.“

Von Birgit Sommer, RNZ 11.07.2018

Freundeskreis-Talk mit dem neuen Tanztheater Chef Iván Pérez

30.05.2018
Freundeskreis

Kurz vor der Spielzeitpause hatte der Freundeskreis am Montag, 28. Mai bereits die Gelegenheit Iván Pérez, den neuen künstlerischen Leiter des neuen Dance Theatre Heidelberg (DTH), die Tanzdramaturgin Jenny Mahla kennenzulernen. Sie gaben gaben einen Einblick in die kommende Spielzeit und machten Lust auf die erste Tanzpremiere.


Autoren-Frühstück und Preiverleihung beim Theaterfestival-Stückemarkt 2018

04.05.2018
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Im Rahmen des Heidelberger Stückemarkts haben sich am 22. April beim Autorenempfang wieder viele Gäste versammelt, um sich über die Theaterwelt auszutauschen. Eine Besonderheit in diesem Jahr war das neu gestartete Stipendiatenprogramm, das vom Freundeskreis unterstützt wurde. Mit dieser Hilfe konnten 14 junge Theaterschaffende zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen werden, die selbstverständlich auch beim Autorenempfang anwesend waren.
Den vom Freundeskreis gestifteten und mit 2.500 Euro dotieren Publikumspreis erhiellt in diesem Jahr Rinus Silzle. Sein Stück Legal Highs erhielt die meisten Stimmen der Zuschauer*innen, die im Anschluss an die Lesungen in geheimer Wahl über ihren Favoriten abstimmen konnten. Im Bild: Freundeskreismitglied Ute Buchard bei der Preisverleihung. Der AutorenPreis des 35. Heidelberger Stückemarkts geht an Ulrike Syha Er wird seit 2008 von der Manfred Lautenschläger-Stiftung ausgelobt und ist mit 10.000 Euro dotiert. Yeon-ok Koh, Autorin aus dem diesjährigen Gastland Südkorea, erhielt für Das Gespür einer Ehefrau den Internationalen AutorenPreis. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg finanziert. Der JugendStückePreis geht an Sergej Gößners Mongos. Mit seinem Stück über zwei Jugendliche war Gößner 2016 im Autorenwettbewerb des Heidelberger Stückemarkts nominiert. Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert und wird durch das Heidelberger Unternehmer-Ehepaar Bettina Schies und Klaus Korte gestiftet. Die prämierte Inszenierung im Rahmen der Kooperation bei den Mülheimer Theatertagen NRW gezeigt. Drei sind wir von Wolfram Höll wird in der Inszenierung von Valerie Voigt-Firon am Burgtheater Wien mit dem NachSpielPreis ausgezeichnet. Der undotierte Preis ist verbunden mit einer Gastspieleinladung zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin.


Der Brunch vereinigt Fans und Künstler

13.03.2018
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Bei der fünften Auflage erlöste der Freundeskreis des Theaters 4600 Euro für eine Tanzproduktion
bik. Er ist schon zu einem Kultur-Treff geworden, bei dem sich Theater-Fans und Theater-Macher treffen: der Brunch des Freundeskreises, bei dem natürlich nicht nur Mitglieder, sondern alle Interessenten willkommen sind. Auch die nun schon fünfte Auflage diente wieder dazu, einen besonderen Zuschuss für den Theaterbetrieb zu generieren. 4600 Euro waren der Erlös aus Eintrittsgeldern und Tombola; die Heidelberger Geschäftswelt hatte mit großzügigen Spenden ihren Anteil daran. Mit dem Top-Gewinn, einem Fahrrad von Bikeservice Ziegler in Neuenheim, radelte der stellvertretende Intendant Florian Werkmeister glücklich davon.
Über das Geld kann sich der neue Chef des Tanztheaters, Iván Perez, freuen, der im Herbst seine erste Arbeit in Heidelberg vorstellen wird. Intendant Holger Schultze will es in einen Kompositionsauftrag und ein besonderes Bühnenbild stecken. „Ich möchte, dass er einen guten Start hier bekommt“, sagt Schultze und berichtet stolz, dass Perez im Mai eine Premiere in Paris feiern wird.
Den Brunch, den Schultze zusammen mit dem Freundeskreisvorsitzenden Dieter Sommer ins Leben rief, findet er klasse: „Es ist toll, dass es Menschen gibt, die das Theater unterstützen, die ihre Bindung ans Theater pflegen und hier Gespräche untereinander und mit den Künstlern führen können.“ Auch die Künstler nutzten gerne die Chance, mit dem Publikum in schönem Rahmen in Kontakt zu kommen, meinte er. Sie hatten auch wieder ein tolles Programm vorbereitet, moderiert von Schauspielerin Katharina Quast. Im Bühnenbild der Aufführung „Tschick“ begeisterte ein Bläserquintett des Philharmonischen Orchesters, mit dem sich auch zwei neue Musiker vorstellten, die Australierin Jessica Armstrong (Horn) und der Franzosen Clément Schuppert (Trompete). Chorleiterin Ines Kaun ließ ihre Sänger a cappella auftreten, Yasmin Özkan und Shahar Lavi sangen wunderschöne Arien, von Johannes Zimmermann am Klavier begleitet. Die Schauspieler Andreas Seifert und Olaf Weißenberg trugen aus „Arsen und Spitzenhäubchen“ vor, und Alina Müller vom Jungen Theater sang mit einer leicht rauen Stimme Nostalgisches: „Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bisschen Glück“. Momoko Higuchi und Geoffroy Poplawski gefielen mit ihrem tänzerischen Duett aus „Dusk“.
Und dann gab die Schauspielerin Sophie Melbinger im Gespräch mit Holger Schultze noch einen tiefen Einblick in das Unerwartete, das zwischen Regisseur und Darstellern bei Proben passieren kann. Dem Regisseur des umstrittenen Heidelberger „Faust“, Philipp Preuss, bescheinigte Melbinger „eine wahnsinnige Ausstrahlung“: „Ich war froh, von seinem Magnetismus auf der Bühne etwas abzubekommen.“ Und die Auseinandersetzung mit dem Publikum schon während der Premiere – ein Buh und einige Bravos – bezeichnete Melbinger gar als „Geschenk“ für die Schauspieler.
Birgit Sommer, RNZ-Heidelberger Nachrichten vom Dienstag, 13. März 2018,

Freunde werben Freunde beim Heidelberger Bürgerfest

14.01.2018
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Viele Theater-Interessierte besuchten den Info-Stand des Heidelberger Theaters und Freundeskreises. Die aktiven Freundeskreismitglieder warben erfolgreich neue Freunde. Willkommen!

Zwei Choreografinnen mit Charisma beim Freundeskreis-Talk am 21.11.2017

04.12.2017
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Seit Nanine Linning mit ihrer Dance Company in der Stadt ist und seit Jai Gonzales für ihr Unterwegstheater in der Hebelhalle einen festen Raum für die Aufführungen gefunden hat, boomt der Tanz in Heidelberg. 2014 stellten sie erstmals eine Tanzbiennale auf die Beine, vom 24. Februar bis zum 4. März 2018 folgt die dritte Auflage, das Budget in Höhe von 150 000 Euro wird von Land, Stadt und Manfred-Lautenschläger-Stiftung finanziert. Zwei charismatische und kraftvolle Persönlichkeiten – so zeigten sich die beiden Frauen beim „Freundeskreis-Talk“ im Alten Saal des Theaters, wo Gabriele Wiedemann vom Freundeskreis des Theaters und Orchesters mit ihnen über das Festival, aber auch über die Sprache des Körpers, das Entstehen von Choreografien und Innovationen im Tanz sprach. Das Ganze war so animierend, dass jeder Zuhörer sofort beschloss, Festival-Karten zu kaufen. Konkurrenz – das ist für beide Frauen gar kein Thema. Jai Gonzales erlebt sie nur als positiv. „Ich brauche Konkurrenz, um mich selbst zu verbessern“, sagt auch Nanine Linning. Wie die beiden ihre Stücke erarbeiten, das ist völlig unterschiedlich. Die Holländerin Nanine Linning, seit 2012 mit ihrer Company am Theater Heidelberg, bespricht das Konzept zuerst mit ihrem künstlerischen Team. Etwa zwei Monate vor der Premiere fängt sie an, die Visionen zusammen mit den Tänzern zu entwickeln. Sie probt täglich sechs bis sieben Stunden mit ihnen, schaut sich nachts die Videos an, schreibt dann an ihrem „Buch“ für den nächsten Probetag weiter. Dass ihre Tänzer häufig wechselten, bekennt Linning, mache sie manchmal traurig, doch sie hat Verständnis: „Tänzer haben eine Karriere von zehn bis 15 Jahren, sie finden es spannend, mit verschiedenen Choreografen zu arbeiten und verschiedene künstlerische Prozesse kennenzulernen.“ Ihre Erfolgsstücke wie etwa „Hieronymus B.“ muss Linning dann mithilfe von Videos von Neuem erarbeiten. Bei Jai Gonzales, ehemals Tänzerin des Nationaltheaters Lima, entsteht das Stück bei der Probe. „Der Tänzer macht aus der Struktur eine eigene Sprache“. Sie arbeitet seit Jahren mit einer Gruppe freier Tänzer zusammen: „Wir kennen uns so extrem, dass ich nichts erklären muss.“ Drei Videosequenzen von den internationalen Gastspielen zur Biennale vermittelten dem Publikum, was Tanz heute kann. „All Ways“ von Sharon Fridman aus Madrid führt ein Netz von Bewegungen vor, keine Erzählung. „Risikobereit und körperlich“, nennt es Gonzales. „Pixel“, eine Arbeit des Choreografen Mourad Merzouki mit der „Compagnie Käfig“ aus Frankreich, zeigt, wie die Körper der Tänzer völlig in einer Videoanimation aufgehen können. „Voronia“ von „La Veronal“ aus Barcelona erzeugt magische Bilder und Assoziationen, wird fast wie eine Oper präsentiert. Was die beiden noch empfehlen? Zum Beispiel den Israel-Abend am 2. März im Zwinger. Die Tanzgala Baden-Württemberg am 3. März, bei der die Gäste mit Bussen von der Hebelhalle zum zweiten Teil im Theater gefahren werden. Oder „Remembering Tanja Liedtke“ am 1. März im Alten Saal – eine Hommage an die junge deutsche Choreografin, die 2007 in Sydney infolge eines Unfalls starb. Muss man ein Tanzstück verstehen? Nein, finden die Choreografinnen. „Ich genieße es, wenn ich in eine Welt mitgenommen werde, die ich nicht kenne“, sagt Nanine Linning. Und Jai Gonzales meint, dass man sich dem Tanz einfach öffnen muss und nicht ungeduldig werden darf. Für die Holländerin wird es die letzte Tanzbiennale in Heidelberg sein, die sie mit veranstaltet. Doch wenn sie das Theater im Sommer verlässt und frei arbeitet, bleibt sie in Heidelberg wohnen. Sie sei neugierig auf ihren Nachfolger und werde zu Premieren der Tänzer ins Theater kommen, versprach sie. Und kündigte sogar an: „Ich habe so viele Kreationen im Kopf. Die will ich in Heidelberg mit dem Publikum teilen.“ Birgit Sommer, RNZ 31.11.2017


Neugier und Verständnis fürs Theater-Mitgliederversammlung 2017

20.10.2017
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Vom Intendanten wurde extra ein Grußwort eingeblendet bei der Mitgliederversammlung des Freundeskreises des Theaters und Philharmonischen Orchesters im Alten Saal des Theaters, denn er weilt zurzeit in Südkorea, dem Gastland des Stückemarktes im nächsten Jahr 2018.
Dafür war sein Stellvertreter Florian Werkmeister vor Ort und rühmte die innere Kraft, die Neugier und das Verständnis für das Theater, das die inzwischen 418 Mitglieder des Freundeskreises an den Tag legen. Er berichtete von den internationalen Kooperationen des Hauses – das Stück „Nimby“ aus dem „Adelante“-Festival etwa wird noch einmal zu einem Festival nach Santiago de Chile eingeladen. Das ist im Sinne der Heidelberger: „Wir wollen Plattform für internationale Aufmerksamkeit sein“, sagte Werkmeister. Und es geht ihm nicht nur um das künstlerische Schaffen im Theater: „Wir sind auch öffentlicher Diskursort.“ In das Heidelberger „Adelante“-Festival mit südamerikanischen Theatergruppen hatte der Freundeskreis im vergangenen Jahr auch die gesamten Mitgliedsbeiträge in Höhe von über 40 000 Euro investiert.
Den Start zu den Regularien der Mitgliederversammlung gaben Wilfried Staber mit Bass-Arien aus Mozarts „Zauberflöte“ sowie die Mezzosopranistin Carolyn Frank mit Liedern aus ihrer Heimat USA. Davide Perniceni begleitete sie am Klavier.

Einstimmigkeit bei den Wahlen

Freundeskreis-Vorsitzender Dr. Dieter Sommer ließ die vielen Veranstaltungen des zwölf Jahre alten Vereins im vergangenen Jahr Revue passieren, von der Werkstättenführung mit dem Technischen Direktor Peer Rudolph über Probenbesuche, Talks, die Verleihung des Publikumspreises beim Stückemarkt im Mai, Theaterbrunch und Sommerfest sowie Treffen mit den südamerikanischen Schauspielern bis hin zur Freundeskreis-Reise nach Santiago und auf die Osterinsel. Der nächste Freundeskreis-Talk am 21. November wird sich mit der Tanzbiennale im Februar 2018 beschäftigen. Tanzkompanie-Chefin Nanine Linning und Jai Gonzales vom Unterwegstheater kommen dazu in den Saal „Friedrich 5“ des Theaters. Und am 30. Dezember kann der Freundeskreis schon mal die Generalprobe zum Silvesterkonzert des Philharmonischen Orchesters genießen.
Bei den Neuwahlen zeigte sich nur Einstimmigkeit. Für zwei weitere Jahre wird Dieter Sommer den Verein führen zusammen mit seinen Stellvertretern Dr. Annette Trabold und Gabriele Wiedemann, mit Schatzmeister Stefan Baumann und Schriftführerin Ute Bujard. Der Beirat mit Gabriele Dietz-Wölfer, Dr. Anke Schuster, Michael Eckert und Uwe Hollmichel wird durch die beiden neuen Beiratsmitglieder Jürgen Neidinger und Martin Klein ergänzt.
RNZ20.10.2017, bik

Der Freundeskreis beim Tag der offenen Tür 2017

25.09.2017
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Mindestens sechs neue Mitglieder und eine noch größere Zahl derer, die es werden wollen war am Ende die frohe Botschaft bei der Präsentation des Freundeskreises am Tag der offenen Tür des Theaters. Freundeskreismitglied Gabriele Hoff und Vorsitzender Dr. Dieter Sommer wurden bei ihrem ganztägigen Einsatz gerne unterstützt von den Mitgliedern Gabriele Wiedemann, Gabi Dietz-Wölfer und Hans-Joachim Wölfer. Wir freuen uns auf die neuen Mitglieder.


Der Freundeskreis zu Besuch in Chile

30.07.2017
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Freundeskreismitglieder, Intendant Holger Schulze, Florian Werkmeister, Produktionsleiter ¡Adelante!, Verena Sobowiec, Marketing, hatten uvergessliche Erlebnisse beim Besuch der "Nimy"-Schauspielgruppe Colectivo Zoológico in Santiago de Chile.
Herzllich begrüßt von Paula, besuchten alle abends "Nimby- Not in my Backyard", das Stück aus dem diesjährigen iberoamerikanischen Festival ¡Adelante!, das in Kooperation mit dem Heidelberger Theater und dem "Colectivo Zoológico" im Centro Cultural Matucana aufgeführt wurde.
Nach einer sehr individuellen Stadtführung von zwei Mitgliedern der Nimbytruppe, fand am Samstag ein gemeinsames Abendessen in bester Stimmung mit Live Musik und Tanz statt.
Am Sonntag fuhren "die Heidelberger", inklusive Volker Oesterreich, Feuilleton RNZ, zur Weinprobe und Besichtigung des ältetsetn Weiguts Chiles "Vina Undurraga".
Am Montag, ging die Reise für die Freundeskreismitglieder weiter zu dem dreitägigen Aufenthalt auf der Osterinsel. Die Insel, die welteit am weitesten vom nächsten Festland entfernt liegt, beeindruckte mit ihrer Landschaft, bestückt mit über 800 überdimensionalen Steinskulpturen, den "Moai". Mit außergewöhnlichen, unvergesslichen Eindrücken kehrten die Reisenden nach Santiago zurück. Dort konnte bei einem gemeinsamen, ebenso besonderen Abendesssen die das Erlebte Austausch finden. Eine extrem schöne Reise mit neun unvergesslichen Tagen, dank bester Vorbereitungen unseres "Reiseleiters" und Vorstands Dr. Dieter Sommer war zu Ende.

Sommerfest

06.06.2017

Beim fast schon legendären Sommerfest im "Achter" fanden wieder viele Theaterleute und Freundeskreismitglieder zu interessanten und heiteren Gesprächen in lockerer Atmosphäre bei 'Speis und Trank' zusammen.


Stückemarkt 2017 - Gastland Ukraine

05.06.2017

Das Frühstück und Sektempfang mit des Autoren des Stückemarktsam 29.April war gut besucht und von regem Austausch zwischen den Freundeskreismitgliedern und den jungen Gast-Autoren gekennzeichnet.


Mit dem vom Freundeskreis gestifteten PublikumsPreis in Höhe von 2.500 Euro  wurde der Autor Joël László ausgezeichnet. Sein Stück "Wiegenlied für Baran" erhielt die meisten Stimmen der Zuschauer, die im Anschluss an die Lesungen in geheimer Wahl über ihre Favoriten abstimmen konnten.


Theater trifft Freunde-Brunch bei bester Stimmung

04.04.2017
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Ganz zum Schluss kam ein stiller Zecher

Theaterbrunch erlöste mehr als 4000 Euro für die Inszenierung von Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“ im Herbst
Von Birgit Sommer
Die Atmosphäre macht’s beim Theaterbrunch, der nun schon zum vierten Mal vom Freundeskreis des Theaters unter dem Vorsitz von Dieter Sommer veranstaltet wurde: der schöne alte Theatersaal mit festlich gedeckten Tischen, das Programm, das die Künstler speziell für die Gäste zusammenstellten, und die gute Laune der Besucher, von denen viele schon freundschaftlich verbunden sind.
Dahinter steckt allerdings auch der Benefiz-Gedanke, denn der Erlös des Brunchs kommt immer einem besonderen Projekt des Heidelberger Theaters zugute. Diesmal waren es rund 4250 Euro, die am Sonntag zusammenkamen und die nun der Arbeit des ungarischen Ausnahmeregisseurs Victor Bodo dienen sollen. Im Herbst kommt er zum dritten Mal nach Heidelberg, diesmal, um Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“ zu inszenieren. Er arbeitet mit Schauspielern vom Budapester József-Katona-Theater und Heidelberger Ensemblemitgliedern. Die Idee, dass man dieses Stück auch noch in Budapest zeigen könnte, kam Intendant Holger Schultze da ganz von selbst. Eine weitere internationale Kooperation nach den großartigen Erfahrungen mit dem Adelante-Festival mit Südamerika?
Die Brunch-Besucher spendeten gerne die Hälfte ihres Eintritts und kauften auch eifrig Lose für die Tombola, die von Heidelberger Geschäftsleuten bestückt worden war. Ein Fahrrad von Bikeservice Ziegler in Neuenheim war diesmal unter den 150 Gewinnen, dazu beispielsweise ein Sieben-Gänge-Menü für Zwei im „Simplicissimus“, viermal Sonntagsbrunch bei Sternekoch Martin Scharff in der Schlossweinstube oder Essen und Trinken „unlimited“ im „Rossini“.
Intendant Schultze moderierte ein bezauberndes Programm, angefangen mit Maria Tsaytler an der Harfe, die die Gäste mit Faurés „Improptu op. 86“ auf den Sonntag einstimmte. Welch begabter Kabarettist in ihm steckt, zeigte Schauspieler Raphael Gehrmann mit Kästner und „Hamlets Geist“ und Weber-Beckmanns „Dilemma“ mit dem Schäfchenzählen. Hendrik Richter atmete auf mit Max Goldts „Wie gut, dass ich ein Künstler bin“.
Elf Tänzer aus Nanine Linnings Dance Company durchbrachen mit Lichtlämpchen die kosmische Dunkelheit in einer illuminativen Choreografie aus „Khora“. Und dann die Sänger mit Eunjung Lee am Klavier: Ipca Ramanovic glänzte mit Partien aus „Don Giovanni“ und „Don Pasquale“. Der österreichische Bass Wilfried Staber befand sich in seinem Element als Baron Ochs aus dem „Rosenkavalier“, den er zu gerne auch in Heidelberg auf der Bühne singen würde. Die Gäste auf seiner Seite hatte er erst recht mit Leopoldis „Ich bin ein stiller Zecher“. Da kam sein komödiantisches Talent mal wieder voll zum Tragen.
Heidelberger Nachrichten vom Dienstag, 4. April 2017, Seite 5

Die Freundeskreismitglieder erlebten mit Peer Rudolph eine spannende Führung durch die Werkstätten des Theaters

31.01.2017
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Wer das Heidelberger Theater umrundet, kann durch die großen Scheiben in die Werkstätten blicken, kann Theatermalern, Dekorateuren und Plastikern auf die Finger schauen. Die haben gar nichts dagegen, sie freuen sich über das Interesse der Passanten, sagt ihr Chef, der Technische Direktor Peer Rudolph. Er zeigte jetzt bei einer Führung fast 50 Mitgliedern des Theater-Freundeskreises, wie hinter den Kulissen gearbeitet wird. Das war so beeindruckend, dass es die Theaterfans nicht mehr wunderte, welche Kosten in solch einem Musentempel schon hinter den Kulissen anfallen.
Rudolph kann Stunden überbrücken, wenn er aus dem Theaterleben erzählt und witzige Anekdoten einschiebt. Vor allem aber rühmt er, dass seine Leute auf das Theater eingeschworen sind: „Es sind die leistungsfähigsten Werkstätten, die ich kenne.“ Das hängt damit zusammen, dass die Handwerker tatsächlich mitten im Theater sitzen und nicht in irgendeinem entfernt liegenden Gebäude. Das schweißt zusammen: „Wir machen gemeinsam das Theater aus.“ Und es lässt wohl darüber hinwegsehen, dass der Werkstättenkomplex auch in anderer Hinsicht etwas ganz Besonderes ist: Er ist viel zu klein. Als die Gemeinderäte vor Jahren bei der Theatersanierung finanziell abspecken wollten, nannten sie das Optimierung und strichen ein ganzes Kellergeschoss mit 1600 Quadratmetern. Als Folge ist das Theater gezwungen, vieles, vor allem Kulissen, ständig zwischen der Innenstadt und dem Lager im Pfaffengrund hin- und herzufahren.
Dafür genießen die Mitarbeiter im Malersaal mit seinen Riesenschaufenstern das Tageslicht. Auch die Dekorationsabteilung an der Ecke zieht Zuschauer an. Ein Meister, eine Halbtagskraft und drei Azubis fertigen dort alles mit Textilien an, was nicht am Körper getragen wird. Viele der alten Theatermöbel, die einst für ein ganzes Leben hergestellt wurden, sind heute noch eine Augenweide. Solch ein wunderschönes Sofa fertigen beispielsweise die Lehrlinge auch als Gesellenstück. Sie sind letztlich so umfassend ausgebildet in einem fast ausgestorbenen Beruf, dass sie laut Rudolph dem Theater von anderen Arbeitgebern praktisch aus den Händen gerissen werden.
Nebenan befindet sich der Arbeitsplatz einer talentierten Theaterplastikerin. Zwei Adler für den „Freischütz“ werden hier entstehen, und Rudolph kündigte schon einmal eine beeindruckende Operninszenierung an: „Sie werden das Gefühl haben, das alles schwebt, wie im Traum.“ Heute gibt es für die Plastiker viele praktische Materialien, die sich formen und kleben lassen, von Styropor über atmungsaktive Wärmedämmmaterialien bis hin zu Wunderschäumen.
„Das moderne Theater braucht eine Schlosserei“, sagte Rudolph. Er erklärte die Schweißerei an zwei Schweißtischen („Lego für Männer“), die Stahlverarbeitung, die Just-in-time-Lieferungen der Stahlhändler, Drehbank, Biegeanlage und den Portalkran. Noch größer ist die Schreinerei nebenan, wo ein Meister und vier Gesellen mit Spanhölzern, Pressspanplatten und Siebdruckplatten Bühnenaufbauten fertigen. Ausgebildet wird hier nicht. „Wir könnten dem Nachwuchs nicht beibringen, was er in der freien Wirtschaft braucht, etwa die computergestützte Fertigung“, erklärte Rudolph. Die Luft an allen Arbeitsplätzen in der Schreinerei wird abgesaugt, denn Holzstaub kann sich in der Lunge verkapseln und dort Tumore bilden. Der Staub wird noch in der Schreinerei zu Pellets verpresst. Bei den Schreinern konnte man erste Teile des „Waldfußbodens“ für Shakespeares „Sommernachtstraum“ sehen. Hier wurden auch die Granaten für den „Fliegenden Holländer“ gedrechselt.
Anhand des Bühnenbildes für Gerhart Hauptmanns „Die Ratten“ ließ der Technische Direktor die Entstehung einer Inszenierung lebendig werden, von den ersten Ideen und Modellen bis zum Regiekonzept und den Kostenberechnungen, von der Bauprobe bis zu den Modellierungen am Computer („Das hat größeres Suchtpotenzial als Computerspiele.“) 42 große und kleine Produktionen haben die Theaterleute in dieser Spielzeit zu stemmen. Was das täglich bedeutet – davon haben die Theaterfreunde jetzt eine gute Vorstellung.

(RNZ, 31.01.2017, Birgit Sommer)

Einblick und Ausblick auf ¡Adelante! beim Freundeskreis-Talk am 23.11.2016

06.12.2016
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Die Dramaturgin Sonja Winkel, Koproduktion, der stellvertretende Intendant Florian Werkmeister und die Dramaturgin Lene Grösch, Organisation von ¡Adelante!, standen Gabriele Wiedemann Rede und Antwort zu dem iberoamerikanischen Theaterfestival. Bei der gut besuchten Veranstaltung erfuhren die Freundeskreismitglieder viel Interessantes zu den Ländern und Lebensweise der teilnehmenden Ensembles.

Stückemarkt 2016

09.05.2016
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Der diesjährige Preisträger des vom Freundeskreis gestifteten Publikumspreises in Höhe von 2.500 Euro wurde an den flämischen Theaterautor und und Regisseur Stijn Devillé verliehen. Der Autoren-Sektempfang des Freundeskreises am Samstag, 7.5. im Spechzimmer Friedrich5, war trotz erster frühlingshafter Sonne sehr gut besucht. Bei Häppchen, Suppe und Sekt konnten die Freundeskreismitgliedern in entspannter Atmosphäre mit den Künstlern ins Gespräch kommen. (Gabriele Wiedemann übbereichte den Preis an den Autor.)


Der Erlös gehört „Kate“ Dritter Theaterbrunch lieferte entspannte Unterhaltung

20.03.2016
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bik. In lockerer Atmosphäre feierten Theaterfreunde am Sonntag im Alten Saal ihre Heidelberger Bühne, deren Akteure und auch die eigene gute Laune: Der Theaterbrunch, kulinarisch bestückt von der Mannschaft des „Güldenen Schafs“, war ausgebucht. Die Benefizveranstaltung soll dem Haus alljährlich eine kleine finanzielle Freiheit ermöglichen. Dieses Mal kommen die etwa 4000 Euro dem Musical „Kiss me, Kate“ im Schlosshof zugute. Es werden spezielle Musical-Darsteller eingekauft. Dazu half neben dem halben Eintrittspreis eine Tombola, die von der Geschäftswelt toll bestückt worden war. Viele Restaurant-Gutscheine, darunter einer von Sternekoch Martin Scharff vom Schloss, Weine, Kosmetik-Coupons, Spa-Anwendungen, Parfümerieprodukte oder Bücher versprechen viele entspannte Stunden. Dafür bedankten sich Dieter Sommer, der Vorsitzende des Freundeskreises des Theaters, und Intendant Holger Schultze bei den großzügigen Spendern. Zur Unterhaltung der Gäste trugen alle Sparten des Theaters bei, das Orchester mit einem Cello-Duo, die Oper mit Arien aus „La bohème“, dazu Schauspielerin Sheila Eckhardt und Sängerinnen des Damenchors. Über den Renner aus dem Zwinger „Wir sind die Neuen“, der bis Dezember ausverkauft ist, amüsierte sich das Publikum genauso wie über die Szenen aus „Mahlzeit“ des Jungen Theaters, das die Lebensmittelindustrie vorführt. Der Auftrag an Bernhard Studlar für dieses Stück für Kinder wurde auch mit den Einnahmen des ersten Theaterbrunchs 2014 ermöglicht. Schauspieler Steffen Gangloff führte als Moderator durch das Programm.


Und die Heidelberger mittendrinTheater-Freundeskreis bei den Feierlichkeiten zum 500. Todestag von Hieronymus Bosch

21.02.2016
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if. Dass die Tanz-Chefin des Stadttheaters, Nanine Linnig, und ihre Dance Company in Heidelberg eine große Fan-Gemeinde haben, das ist bekannt. Dass allerdings eine 40-köpfige Abordnung der Niederländerin nach ’s-Hertogenbosch folgt, ist zumindest eher ungewöhnlich. Der Grund rechtfertigte die Reise ins Nachbarland aber allemal – und zwar doppelt. Und das hatte mit einer „Weltsensation“ zu tun, nämlich der größten Retrospektive von Originalwerken von Hieronymus Bosch. An den 500. Todestag des berühmten Malers erinnert das ganze Land, mal mit kleinen, mal mit größeren Festlichkeiten. Die größte Feier war in seiner Geburtsstadt ’s-Hertogenbosch am letzten Donnerstag und Freitag. Mit Eröffnung der Bilder- Präsentation, mit König Wilhelm- Alexander, großem Umzug, mit Bosch-Figuren in der ganzen Stadt und eben auch mit Nanine Linning, die mit ihrer Heidelberger Produktion „Hieronymus B“ von der Bosch-Stiftung ihres Heimatlandes eingeladen worden war. Im dortigen Theater wurden sie und die Tänzerinnen und Tänzer mit stehen Ovationen gefeiert. „Dass ihr da seid, das macht hier natürlich einen Rieseneindruck“, freute sich Linning über die Heidelberger Freunde. Sie erinnerte an das Jahr 2014, als sie erstmals mit Wolf Meng, dem Vorsitzenden des Bürgerkomitees, über die aufwendige Produktion sprach, wie Mengbei Sponsoren Geld sammelte und für sie „ein Traum wahr geworden“ sei. Ein Traum wurde auch für die Heidelberger wahr. Denn Dank ihres unermüdlichen Freundeskreis- Vorsitzenden Dieter Sommer, der die dreitägige Reise geplante hatte, zählte die Gruppe zu dem auserwählten Kreis, die mit dem König in der Sint-Jan Kathedrale die Feier miterlebte und zu den ersten Besuchern der fantastischen Ausstellung im Noordbrabants Museum gehörte. Andere müssen dafür monatelang warten. Denn schon vor der Eröffnung waren an die 100 000 Karten verkauft. „Allein dafür“, so eine begeisterte Teilnehmerin, „lohnt sich die Mitgliedschaft
im Theater- Freundeskreis.“ (Ingrid Thoms-Hoffmann, RNZ 20./21.02.2016)


Johann Kresnik kriegt Gänsehaut - Freundeskreis-Talk zur Auftragsoper „Pym“ am 21. Januar 2016

24.01.2016
Freundeskreis

Das Enfant terrible der achtziger Jahre kehrt an seine alte Bühne zurück. Von Birgit Sommer


Johann Kresnik muss sich nichts mehr beweisen. Der berühmte Choreograf und Theaterregisseur, der derzeit für die Premiere der Oper „Pym“ am 18. Februar in Heidelberg probt, berichtet beim Freundeskreis-Talk im Alten Saal des Theaters fröhlich aus seinem Leben und von seinen Ideen. Da heißt es schon mal; „Über Intendanten nachzudenken, ist blöde.“ Oder: „Ich könnte mit Ihnen allen Theater machen, ist kein Problem.“ Und er ärgert sich, dass er von den Scheinwerfern so stark angestrahlt wird, dass er das Publikum nicht sieht, und rückt einfach seinen Stuhl näher heran. Er braucht die Menschen direkt um sich. Der 76-Jährige, vom Tanzchronisten Jochen Schmidt als der „Berserker“ unter seinen Regiekollegen bezeichnet, ist in Heidelberg natürlich kein Unbekannter. Zwischen 1978 und 1988 mischte er hier das Publikum auf, das manchmal nicht wusste, wie ihm bei diesem modernen Tanztheater geschah. Heute aber fühlt sich die Kresnik-Zeit in der Erinnerung wie eine goldene Zeit an. Auch bei Kresnik selbst: „Es war ganz doll hier.“ Nur der Saal und die Bühne, auf der er so viele Stücke verwirklichte, kommen ihm winzig vor, „ist ja Kaspertheater“. Dennoch: „Wenn ich dieses Haus sehe, diese Bühne, kriege ich Gänsehaut.“ Als er 2012 für die Inszenierung der „Sammlung Prinzhorn“ nach Heidelberg zurückkehrte, fand das im Opernzelt statt. Diesmal hat er die große neue Bühne für sich. Kresnik berichtet im Gespräch mit Operndirektor Heribert Germeshausen, wie er mit 19 Jahren aus Österreich abhaute, weil er nicht zum Militär wollte, wie er in Bremen und Köln tanzte und wie er als einziger Tänzer bei George Balanchines New York City Ballet gastieren durfte. Kurt Hübner engagierte den knapp Dreißigjährigen dann als Ballettdirektor an das Bremer Theater. Damals, so Kresnik, lernte er alle bedeutenden Theaterleute kennen, Zadek, Fassbinder, Neuenfels ... In Heidelberg, sagte er, konnte er dann sein so genanntes Choreografisches Theater entwickeln: „Intendant Stolzenberg hatte gegen mich keine Chance.“ Das Publikum lacht. Mit modernen Komponisten hat er immer zusammengearbeitet bei seinen Stücken. „Pym“ ist eine Auftragskomposition von Johannes Kalitzke für das Heidelberger Theater. Kresnik findet es klasse, dass Operndirektor Heribert Germeshausen auf Uraufführungen setzt. Das wagten die großen Häuser nicht. Der Berliner Schriftsteller Christoph Klimke schrieb das Libretto für „Pym“ – nach Edgar Allen Poes Roman – wie auch schon für die „Sammlung Prinzhorn“ und für Kalitzkes Oper „Die Besessenen“. Er berichtet von den Herausforderungen, vor die ihn die Vorlage stellte, vor allem die Fragen: „Was brauchen wir alles nicht? Wie endet das Ganze?“ Eine Stunde vor den Proben treffen sich Hans Kresnik und Christoph Klimke und überlegen, welche Szene geprobt werden soll und was darin passiert. „Ich gucke die Figuren an, und dann kann ich mit ihnen arbeiten“, sagt Kresnik. Da tanzt auch der üppig gebaute Sänger David Otto plötzlich, den Kresnik noch aus den achtziger Jahren kennt. Und erst recht Ipca Ramanovic als Augustus und Kangmin Justin Kim als Pym, dem Kalitzke eine äußerst schwierige Rolle auf die Stimmbänder geschrieben hat: „Der ,Tristan’ für Countertenöre“, findet Operndirektor Heribert Germeshausen. Heidelberger Nachrichten vom Samstag, 23. Januar 2016


Der Freundeskreis beim Heidelberger Bürgerfest

10.01.2016
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Reger Ausstausch fand in diesem Jahr am Stand unseres Freundeskreises beim Heidelberger Bürgerfest auf den Campbell Barracks statt.


10 Jahre Freundeskreis-Mitgliederversammlung

14.10.2015
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Freundeskreistalk mit Elis Grandy am 8. Juli 2015

17.07.2015
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Viele begeisterte Freundeskreismitglieder und Besucher beim Theater trifft Freunde - Brunch

28.06.2015
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Theaterfreunde grüßen aus Budapest

18.05.2015
Freundeskreis

Die Freundeskreismitglieder beim Besuch des Vígszínház, eines der wichtigsten Theater des Landes. Dort sahen sie am Sonntag Bertolt Brechts Dreigroschenoper in einer Inszenierung von Viktor Bodó, der den Heidelbergern sicher noch in Erinnerung ist: seine Inszenierung von Alfred Jarrys König Ubu war für den Theaterpreis DER FAUST nominiert – und im Oktober 2015 wird es ein Wiedersehen mit dem ungarischen Theatermacher im Marguerre-Saal geben: hier inszeniert er Ray Bradburys Fahrenheit 451.


Entpannt, fröhliche Atmosphäre beim Sommerfest 2015 im Achter

14.05.2015
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Publikumspreis Stückemarkt 2015

05.05.2015
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Der vom Freundeskreis gestiftete, mit 2500 Euro dotierte Publikumspreis ging in diesem Jahr Ángel Hernández für "Padre fragmentado dentro de una bols". Sein Stück überzeugte nicht nur das Publikum sondern auch die Jury. Nominiert waren drei mexikanische und sechs deutschsprache Stücke. Mehr dazu erfahren sie unter www.theater-heidelberg.de. Vorsitzender Dr. Dieter Sommer übergab den Preis bei der Verleihung im Alten Saal. Das Gastland Mexiko hinterließ beeindruckes Theater in Heidelberg. Sicher auch ein Beginn eines fruchtbaren Dialoges. Am Abend zuvor, beim Sektempfang des Freundeskreises für die Autoren im Friedrich 5 herrschte entspannt kommunikative Stimmung.


Freundeskreis-Talk mit dem Philharmonischen Orchester

05.11.2014
Freundeskreis

Interessantes aus dem Innenleben des Philharmonischen Orchesters gab es zu hören beim jüngsten Talk des Freundeskreises des Theaters und Orchesters im Alten Saal. Seit 125 Jahren spielen die Musiker für Heidelberg, seit 25 Jahren ist Konzertmeister Thierry Stöckel dabei. Der „erste“ Geiger war Gesprächspartner für Moderatorin Gabi Wiedemann ebenso wie Dietger Holm, der stellvertretende Generalmusikdirektor, und Konzertdramaturg Stefan Klawitter. Stöckel verpackte seine Sätze mit französischem Charme und hatte gerne mal die Lacher auf seiner Seite. War es ein „Altersschock“ (Wiedemann), als im Jahr 2005 der erst 24-jährige Cornelius Meister mit dem Taktstock vor das 64-Mann-Orchester trat? „Er war schon reif wie ein 40-, 50-Jähriger“, beschrieb Stöckel das Talent Meisters. Jeder Dirigent sei anders, meinte er noch, bringe Leidenschaft und Kompetenz ein, „und manchmal auch gar nix.“ Falls ein Dirigent die Musiker nicht von seiner Interpretation überzeugen kann, hat er es jedenfalls schwer, wenn man Stöckel glaubt. Dirigierende Komponisten und deren unterschiedliches Können am Taktstock waren ebenfalls ein amüsantes Thema beim Freundeskreis-Talk. Ist die Geige die Königin der Instrumente im Orchester? In Sachen Hierarchien hielt sich Thierry Stöckel zurück: „Ein großes Thema in Orchestern“, schmunzelte er. Geiger jedenfalls übten viel, während etwa die Blechbläser gerne schon mal als Erste in die Kneipe gingen: „Das sind Bonvivants, die das Leben genießen. Die kochen auch wahnsinnig gut“, verriet der Konzertmeister. Wenn eine Stelle neu besetzt werden muss, bewerben sich schon mal 120 Geiger, höchstens 30 werden eingeladen, und die erste Runde spielen sie hinter einem Vorhang, so dass nur der Ausdruck zählt. Das ganze Orchester entscheidet schließlich über das neue Mitglied – und dann kommt erst mal ein Probejahr, wie Stöckel berichtete. Wenn das Philharmonische Orchester für ein Konzert oder eine Oper zusätzliche Musiker brauche, seien diese heute nicht mehr so leicht zu finden, meinte er. Es gebe nicht mehr so viele sehr gute freiberufliche Musiker – und wer schon in einem Orchester spiele, habe oft keine Zeit, anderswo einzuspringen. Er weiß Bescheid, denn es ist Aufgabe seiner Frau Lisa Nielsson, die gesuchten Musiker zu finden. Bei Dietger Holm bewunderte Gabi Wiedemann dessen Engagement für die schwierige zeitgenössische Musik. Schon als Schüler, als Mitglied eines Streichquartetts, bekannte Holm, habe er eine Aufnahme des US-amerikanischen Kronos Quartets gehört: „Wir fanden das ganze schräge Zeug einfach toll.“ Die neue Musik und deren Anknüpfungspunkte reizen ihn heute noch. Kann man ein Publikum so erziehen, dass es moderne Musik schätzt? „Ich empfinde das Heidelberger Publikum als sehr aufgeschlossen“, erklärte Holm. Stefan Klawitter ist derjenige, der zum Konzertprogramm Hintergründe erarbeitet, Texte schreibt, Programmhefte erstellt. Auch er liebt Zeitgenössisches, seit ihn seine Eltern in moderne Kunstausstellungen mitgenommen haben. Er zeigte sich stolz auf das aufgeschlossene und vielseitige Heidelberger Orchester. Über die Pläne des neuen Generalmusikdirektors Elias Grandy durfte Klawitter allerdings nichts verraten. Auch die Wünsche der Drei an die Stadt fragte die Moderatorin ab. Stefan Klawitter fände die Renovierung der Stadthalle „eine tolle Sache“, und Dietger Holm erinnerte daran, dass das Orchester „am absoluten Dienst-Limit“ spielt: Er wünscht sich auf längere Sicht zusätzliche Planstellen. Text: Birgit Sommer (RNZ), Foto: Rothe


Mitglieder-Jahresversammlung am 8. Oktober 2014

08.10.2014

Unsere diesjährige Mitgliederversammlung im Alten Saal war rege besucht. Das gerade zu Ende gegangene Theaterfestival "BORN WITH THE USA" war an den 3 Spieltagen auf dem Hospital-Gelände ausverkauft und ein voller Erfolg. Der Freundeskreis freut sich dieses Theaterspektakel unterstützt zu haben. Wir freuen uns ebenso über eine weitere Nominierung für den Faustpreis im Schauspiel für das Stück "König Ubu". Die Freundeskreis-Reise nach Amsterdam war für unsere Mitglieder ein besonderes Highlight. Wir werden auch im kommenden Jahr eine Reise veranstalten. Sobald Ziel und Zeit bekannnt bzw. geplant sind teilen wir Ihnen das umgehend mit. Das Protokoll der Versammlung wird unseren Mitgliedern zugesandt.


Der Freundeskreis-Talk "Conversion"

30.06.2014
Freundeskreis

Im Freundeskreis-Talk sprachen Stawrula Panagiotaki von der costa compagnie, Michael Uhl, künstlerischer Leiter von „Born with the USA“, und Dramaturgin Sonja Winkel über das von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Projekt „Conversion“ und das vom 03. – 05. Oktober stattfindende Theaterspektakel „Born with the USA“. Wie ist und war unsere Beziehung zu den USA? Wo trifft Weltpolitik auf lokale Geschichte? Welche Spuren hinterlässt die US-Armee in Heidelberg und den teilhabenden Personen? Und wie kann Theater sich dieser Themen und der leerstehenden Flächen annehmen? Intension und aufschlussreiche Antworten zu diesem Theaterspektakel im Herbst, an dem alle Sparten beteiligt sein werden, konnten im Interview der Gäste untereinander und im Dialog mit den Freundeskreismitgliedern den kulturellen Wert eindrücklich vermitteln. Wir freuen uns auf die unterschiedlichsetn Veranstaltungen und Begegnungen auf dem Gelände des ehemaligen Hospitals in der Zeit vom 3. bis 5. Oktober 2014.


Sommerfest 2014

10.06.2014

Liebe Freundeskreismitglieder, am 10. Juni 2014, findet unser schon traditionelles Sommerfest im Restaurant „Zum Achter“ Neuenheimer Landstraße 3a in Heidelberg statt. Es beginnt um 17 Uhr. Der Termin liegt sehr nahe zu unserem Theaterbrunch, wurde aber vom Theater ausdrücklich so gewünscht, da unser Sommerfest gleichzeitig der Abschluss seines Betriebsausfluges ist. Auch dazu sind Sie herzlich eingeladen.(sie Mail vom 20.5.) Wie in den letzten Jahren laden die Mitglieder des Freundeskreises alle Angehörigen des Theaters und Philharmonischen Orchesters Heidelberg zu Speis und Trank ein. Um dies finanzieren zu können, beträgt der Beitrag pro Person € 40,00. Dies beinhaltet das eigene Essen und in etwa die Verköstigung eines Theatermitglieds. Zur Finanzierung der Getränke sind darüber hinausgehende Spenden (natürlich gegen Spendenquittung) erforderlich und willkommen. Bitte nehmen Sie sehr zahlreich an dieser Veranstaltung teil und melden sich bis spätestens Freitag, 06. Juni 2014 an! E-mail: dieter.sommer@gmx.net Tel: 06221-411147 Fax: 06221-472373 Per Post: Dr. Dieter Sommer, Neuenheimer Landstr.74 69120 Heidelberg. Überweisen Sie bitte gleichzeitig Ihren Beitrag, bzw.. Ihre Spende auf das Sonderkonto des Freundeskreises: KTO: 47247616 BLZ 67290000 bei der Heidelberger Volksbank! Ich hoffe Sie sehr zahlreich bei unserem Sommerfest begrüßen zu können, und bin bis dahin mit herzlichen Grüßen Ihr Dieter Sommer


Theaterbrunch: Theater traf Freunde, ein neues Fest im Alten Saal

18.05.2014
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Es war ein rundum gelungenes Fest für Theaterfans, das im Alten Saal über die Bühne ging: „Theater trifft Freunde“. Besonders spannend: Der erste öffentliche Auftritt von Nofretete und Echnaton aus der Philipp-Glass-Oper „Echnaton“. Tanz-Chefin Nanine Linning inszeniert und hat der Sopranistin Amélie Saadia und dem Countertenor Artem Krutko zusätzlich zu deren Gänsehaut-Stimmen Bewegung auf den – erstmals ins Kostüm gewandeten – Leib geschrieben. „Kunst und Kulinarik kombiniert“, überschrieb Dr. Dieter Sommer, der Vorsitzende des Freundeskreises des Theaters, bei seiner Begrüßung das Fest. David Grimaud und Peter Lindhorst eröffneten es mit der Aufweckszene aus „Bis später“ von Bernhard Studlar. Für ein neues Stück dieses österreichischen Theaterautors für das Junge Theater in Heidelberg war das ganze Fest auch gedacht, der Erlös von rund 1500 Euro soll Erarbeitung und Uraufführung ermöglichen. Dafür legte sich der Vorstand des Freundeskreises ins Zeug, stellte mithilfe von vielen Spenden von Heidelberger Geschäftsleuten und Privatleuten eine tolle Tombola zusammen und organisierte ein leckeres Buffet aus dem „Prinz Carl“. Köstliche Kuchen spendierte dazu Freundeskreismitglied Angelika Heller. Und ins Zeug legten sich genauso die Schauspieler, Sänger und Orchestermusiker, die den Gästen nicht nur mit ihrer Kunst sehr viel Spaß bereiteten, sondern gerne auch den persönlichen Kontakt pflegten. Für Intendant Holger Schultze war die freundschaftliche Atmosphäre gar ein Hauptargument für das Fest. „Die Freundeskreismitglieder wünschen sich ja immer Gelegenheiten, um einander besser kennenzulernen, und für uns als Theater ist es wichtig, die Freunde kennenzulernen“, sagte er und plädierte gleich für eine jährliche Wiederholung von „Theater trifft Freunde“. Der Sänger Ipca Ramanovic zeigte sich als Meister des Akkordeonspiels, Hye-Sung Na sang mit ihrer großen Stimme aus „Caecilie“ von Strauss, am Klavier begleitet von der Tanztheater-Pianistin Claudia Pérez Iniesta, das Domin-Quartett präsentierte Mendelssohn und Steffen Gangloff beeindruckte mit Ohrwürmern aus dem Musical „Black Rider“. „Es sind hochkarätige Einlagen und es herrscht eine tolle Atmosphäre“, sagte Hannelore Jussli, „es ist ein völlig anderes Theater, das wir hier erleben.“ (Birgit Sommer, RNZ)


Zum Heidelberger Stückemarkt 2014 trafen sich die Freunde beim Sektempfang mit den jungen Autoren aus Finnland und der Freundeskreis stiftete gleich zwei Preise

05.05.2014
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Zehn Tage mit hochkarätigen Gastspielen mit kontroversen Diskussionen und zehn neue Theatertexte, die ausgezeichnet wurden. Noch nie kamen so viele Besucher zum 31. Festivaljahrgang. Der Freundeskreis stiftete, wie in den Jahren zuvor den mit 2.500 Euro dotierten Publikumspreis, den Vorsitzender Dr. Dieter Sommer bei der finalen Presiverleihung übergab. Die Besucher hatten das Stück "Der Patriarch" von Juha Jokelas gewählt. Auch den Nachwuchspreis,der in diesem Jahr, neu mit 2.000 Euro dotiert wurde, stiftete der Freundeskeis. Er ging an Daniel Försters "Tanzen! Tanzen!". Alle anderen Auszeichnungen finden Sie unter www.theterheidelberg.de Wir sind jetzt schon neugierig auf den Stückemarkt 2015.


Beim Sektempfang konnten sich die Freundeskreismitglieder angeregt mit den sehr zahlreich erschienenen jungen Autoren unterhalten, sich über ihre Stücke und Arbeit in Finnland austauchen.


Freundeskreis reiste nach Amsterdam (22.4.-24.4.2014)

25.04.2014
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Dreißig Mitglieder des Freundeskreises, Intendant Holger Schulze und seine Assistentin Lisa Deussen besuchten das Gastspiel "ZERO" der Dance Company Nanine Linning in Amsterdam. Vormittags konnten die Mitglieder die großen alten holländischen Meister im Rijksmuseum dank interessanter Führung aus ganz neuer Perspektive betrachten. Am Abend war die Aufführung von „ZERO“ in der Stadsschouwbourg ein Erlebnis,  auch wenn praktisch alle Mitreisenden sie in Heidelberg schon gesehen hatten.  Auch die holländischen Zuschauer jubelten den Tänzern  zu. Im schönen Foyer der Stadtsschouwburg feierten die Theaterfreunde noch bis spät am Abend mit Nanine Linning und den Tänzern. Es waren lebhafte Gespräche und die Tänzerinnen und Tänzer schätzten es sehr, dass die Heidelberger zu ihrem Tournee-Auftakt nach Amsterdam gereist waren.


In den drei Tagen blieb viel Gelegenheit für individuelle Aktivitäten, und die Freundeskreis-Mitglieder nutzen die Zeit auch, um einander besser kennenzulernen. Eine neue Reise des Freundeskreises im kommenden Jahr ist in Planung. Bildhafte Eindrücke finden Sie unter diesem link:



https://www.dropbox.com/sh/39ao8tcu6cahl1l/pN0hzNn87C


Der Talk mit Operndirektor Heribert Germeshausen

13.03.2014
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Spannende Geschichten aus seiner Kindeheit, seiner sehr frühen Liebe (bereits im Kindergartenalter) zur Klassischen Musik, seinen völlig artfremden Studiengängen und vieles Mehr ließ Heribert Germeshausen unsere Freundeskreismitglieder wissen. Sein enormes Fachwissen überwältigte "so ganz nebenbei". Unter der Moderation von Gabriele Wiedemann war der Abend lebendig, kurzweilig und für die zahleich erschienenen Freunde ein sicher sehr bereichernder Abend. Danke an unseren Operndirektor für seine sehr persönlichen Einblicke und Danke an unser Vortandsmitglied Gabriele Wiedemann für ihre gut vorbereitete Fragen.


Freundeskreis Talk 21.11.2017

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Zwei Choreografinnen mit Charisma

Seit Nanine Linning mit ihrer Dance Company in der Stadt ist und seit Jai Gonzales für ihr Unterwegstheater in der Hebelhalle einen festen Raum für die Aufführungen gefunden hat, boomt der Tanz in Heidelberg. 2014 stellten sie erstmals eine Tanzbiennale auf die Beine, vom 24. Februar bis zum 4. März 2018 folgt die dritte Auflage, das Budget in Höhe von 150 000 Euro wird von Land, Stadt und Manfred-Lautenschläger-Stiftung finanziert.
Zwei charismatische und kraftvolle Persönlichkeiten – so zeigten sich die beiden Frauen beim „Freundeskreis-Talk“ im Alten Saal des Theaters, wo Gabriele Wiedemann vom Freundeskreis des Theaters und Orchesters mit ihnen über das Festival, aber auch über die Sprache des Körpers, das Entstehen von Choreografien und Innovationen im Tanz sprach. Das Ganze war so animierend, dass jeder Zuhörer sofort beschloss, Festival-Karten zu kaufen.
Konkurrenz – das ist für beide Frauen gar kein Thema. Jai Gonzales erlebt sie nur als positiv. „Ich brauche Konkurrenz, um mich selbst zu verbessern“, sagt auch Nanine Linning. Wie die beiden ihre Stücke erarbeiten, das ist völlig unterschiedlich. Die Holländerin Nanine Linning, seit 2012 mit ihrer Company am Theater Heidelberg, bespricht das Konzept zuerst mit ihrem künstlerischen Team. Etwa zwei Monate vor der Premiere fängt sie an, die Visionen zusammen mit den Tänzern zu entwickeln. Sie probt täglich sechs bis sieben Stunden mit ihnen, schaut sich nachts die Videos an, schreibt dann an ihrem „Buch“ für den nächsten Probetag weiter.
Dass ihre Tänzer häufig wechselten, bekennt Linning, mache sie manchmal traurig, doch sie hat Verständnis: „Tänzer haben eine Karriere von zehn bis 15 Jahren, sie finden es spannend, mit verschiedenen Choreografen zu arbeiten und verschiedene künstlerische Prozesse kennenzulernen.“ Ihre Erfolgsstücke wie etwa „Hieronymus B.“ muss Linning dann mithilfe von Videos von Neuem erarbeiten.
Bei Jai Gonzales, ehemals Tänzerin des Nationaltheaters Lima, entsteht das Stück bei der Probe. „Der Tänzer macht aus der Struktur eine eigene Sprache“. Sie arbeitet seit Jahren mit einer Gruppe freier Tänzer zusammen: „Wir kennen uns so extrem, dass ich nichts erklären muss.“
Drei Videosequenzen von den internationalen Gastspielen zur Biennale vermittelten dem Publikum, was Tanz heute kann. „All Ways“ von Sharon Fridman aus Madrid führt ein Netz von Bewegungen vor, keine Erzählung. „Risikobereit und körperlich“, nennt es Gonzales. „Pixel“, eine Arbeit des Choreografen Mourad Merzouki mit der „Compagnie Käfig“ aus Frankreich, zeigt, wie die Körper der Tänzer völlig in einer Videoanimation aufgehen können. „Voronia“ von „La Veronal“ aus Barcelona erzeugt magische Bilder und Assoziationen, wird fast wie eine Oper präsentiert.
Was die beiden noch empfehlen? Zum Beispiel den Israel-Abend am 2. März im Zwinger. Die Tanzgala Baden-Württemberg am 3. März, bei der die Gäste mit Bussen von der Hebelhalle zum zweiten Teil im Theater gefahren werden. Oder „Remembering Tanja Liedtke“ am 1. März im Alten Saal – eine Hommage an die junge deutsche Choreografin, die 2007 in Sydney infolge eines Unfalls starb.
Muss man ein Tanzstück verstehen? Nein, finden die Choreografinnen. „Ich genieße es, wenn ich in eine Welt mitgenommen werde, die ich nicht kenne“, sagt Nanine Linning. Und Jai Gonzales meint, dass man sich dem Tanz einfach öffnen muss und nicht ungeduldig werden darf.
Für die Holländerin wird es die letzte Tanzbiennale in Heidelberg sein, die sie mit veranstaltet. Doch wenn sie das Theater im Sommer verlässt und frei arbeitet, bleibt sie in Heidelberg wohnen. Sie sei neugierig auf ihren Nachfolger und werde zu Premieren der Tänzer ins Theater kommen, versprach sie. Und kündigte sogar an: „Ich habe so viele Kreationen im Kopf. Die will ich in Heidelberg mit dem Publikum teilen.“
Zwei Choreografinnen mit Charisma
Von Birgit Sommer
Seit Nanine Linning mit ihrer Dance Company in der Stadt ist und seit Jai Gonzales für ihr Unterwegstheater in der Hebelhalle einen festen Raum für die Aufführungen gefunden hat, boomt der Tanz in Heidelberg. 2014 stellten sie erstmals eine Tanzbiennale auf die Beine, vom 24. Februar bis zum 4. März 2018 folgt die dritte Auflage, das Budget in Höhe von 150 000 Euro wird von Land, Stadt und Manfred-Lautenschläger-Stiftung finanziert.
Zwei charismatische und kraftvolle Persönlichkeiten – so zeigten sich die beiden Frauen beim „Freundeskreis-Talk“ im Alten Saal des Theaters, wo Gabriele Wiedemann vom Freundeskreis des Theaters und Orchesters mit ihnen über das Festival, aber auch über die Sprache des Körpers, das Entstehen von Choreografien und Innovationen im Tanz sprach. Das Ganze war so animierend, dass jeder Zuhörer sofort beschloss, Festival-Karten zu kaufen.
Konkurrenz – das ist für beide Frauen gar kein Thema. Jai Gonzales erlebt sie nur als positiv. „Ich brauche Konkurrenz, um mich selbst zu verbessern“, sagt auch Nanine Linning. Wie die beiden ihre Stücke erarbeiten, das ist völlig unterschiedlich. Die Holländerin Nanine Linning, seit 2012 mit ihrer Company am Theater Heidelberg, bespricht das Konzept zuerst mit ihrem künstlerischen Team. Etwa zwei Monate vor der Premiere fängt sie an, die Visionen zusammen mit den Tänzern zu entwickeln. Sie probt täglich sechs bis sieben Stunden mit ihnen, schaut sich nachts die Videos an, schreibt dann an ihrem „Buch“ für den nächsten Probetag weiter.
Dass ihre Tänzer häufig wechselten, bekennt Linning, mache sie manchmal traurig, doch sie hat Verständnis: „Tänzer haben eine Karriere von zehn bis 15 Jahren, sie finden es spannend, mit verschiedenen Choreografen zu arbeiten und verschiedene künstlerische Prozesse kennenzulernen.“ Ihre Erfolgsstücke wie etwa „Hieronymus B.“ muss Linning dann mithilfe von Videos von Neuem erarbeiten.
Bei Jai Gonzales, ehemals Tänzerin des Nationaltheaters Lima, entsteht das Stück bei der Probe. „Der Tänzer macht aus der Struktur eine eigene Sprache“. Sie arbeitet seit Jahren mit einer Gruppe freier Tänzer zusammen: „Wir kennen uns so extrem, dass ich nichts erklären muss.“
Drei Videosequenzen von den internationalen Gastspielen zur Biennale vermittelten dem Publikum, was Tanz heute kann. „All Ways“ von Sharon Fridman aus Madrid führt ein Netz von Bewegungen vor, keine Erzählung. „Risikobereit und körperlich“, nennt es Gonzales. „Pixel“, eine Arbeit des Choreografen Mourad Merzouki mit der „Compagnie Käfig“ aus Frankreich, zeigt, wie die Körper der Tänzer völlig in einer Videoanimation aufgehen können. „Voronia“ von „La Veronal“ aus Barcelona erzeugt magische Bilder und Assoziationen, wird fast wie eine Oper präsentiert.
Was die beiden noch empfehlen? Zum Beispiel den Israel-Abend am 2. März im Zwinger. Die Tanzgala Baden-Württemberg am 3. März, bei der die Gäste mit Bussen von der Hebelhalle zum zweiten Teil im Theater gefahren werden. Oder „Remembering Tanja Liedtke“ am 1. März im Alten Saal – eine Hommage an die junge deutsche Choreografin, die 2007 in Sydney infolge eines Unfalls starb.
Muss man ein Tanzstück verstehen? Nein, finden die Choreografinnen. „Ich genieße es, wenn ich in eine Welt mitgenommen werde, die ich nicht kenne“, sagt Nanine Linning. Und Jai Gonzales meint, dass man sich dem Tanz einfach öffnen muss und nicht ungeduldig werden darf.
Für die Holländerin wird es die letzte Tanzbiennale in Heidelberg sein, die sie mit veranstaltet. Doch wenn sie das Theater im Sommer verlässt und frei arbeitet, bleibt sie in Heidelberg wohnen. Sie sei neugierig auf ihren Nachfolger und werde zu Premieren der Tänzer ins Theater kommen, versprach sie. Und kündigte sogar an: „Ich habe so viele Kreationen im Kopf. Die will ich in Heidelberg mit dem Publikum teilen.“

Zwei Choreografinnen mit Charisma
Von Birgit Sommer
Seit Nanine Linning mit ihrer Dance Company in der Stadt ist und seit Jai Gonzales für ihr Unterwegstheater in der Hebelhalle einen festen Raum für die Aufführungen gefunden hat, boomt der Tanz in Heidelberg. 2014 stellten sie erstmals eine Tanzbiennale auf die Beine, vom 24. Februar bis zum 4. März 2018 folgt die dritte Auflage, das Budget in Höhe von 150 000 Euro wird von Land, Stadt und Manfred-Lautenschläger-Stiftung finanziert.
Zwei charismatische und kraftvolle Persönlichkeiten – so zeigten sich die beiden Frauen beim „Freundeskreis-Talk“ im Alten Saal des Theaters, wo Gabriele Wiedemann vom Freundeskreis des Theaters und Orchesters mit ihnen über das Festival, aber auch über die Sprache des Körpers, das Entstehen von Choreografien und Innovationen im Tanz sprach. Das Ganze war so animierend, dass jeder Zuhörer sofort beschloss, Festival-Karten zu kaufen.
Konkurrenz – das ist für beide Frauen gar kein Thema. Jai Gonzales erlebt sie nur als positiv. „Ich brauche Konkurrenz, um mich selbst zu verbessern“, sagt auch Nanine Linning. Wie die beiden ihre Stücke erarbeiten, das ist völlig unterschiedlich. Die Holländerin Nanine Linning, seit 2012 mit ihrer Company am Theater Heidelberg, bespricht das Konzept zuerst mit ihrem künstlerischen Team. Etwa zwei Monate vor der Premiere fängt sie an, die Visionen zusammen mit den Tänzern zu entwickeln. Sie probt täglich sechs bis sieben Stunden mit ihnen, schaut sich nachts die Videos an, schreibt dann an ihrem „Buch“ für den nächsten Probetag weiter.
Dass ihre Tänzer häufig wechselten, bekennt Linning, mache sie manchmal traurig, doch sie hat Verständnis: „Tänzer haben eine Karriere von zehn bis 15 Jahren, sie finden es spannend, mit verschiedenen Choreografen zu arbeiten und verschiedene künstlerische Prozesse kennenzulernen.“ Ihre Erfolgsstücke wie etwa „Hieronymus B.“ muss Linning dann mithilfe von Videos von Neuem erarbeiten.
Bei Jai Gonzales, ehemals Tänzerin des Nationaltheaters Lima, entsteht das Stück bei der Probe. „Der Tänzer macht aus der Struktur eine eigene Sprache“. Sie arbeitet seit Jahren mit einer Gruppe freier Tänzer zusammen: „Wir kennen uns so extrem, dass ich nichts erklären muss.“
Drei Videosequenzen von den internationalen Gastspielen zur Biennale vermittelten dem Publikum, was Tanz heute kann. „All Ways“ von Sharon Fridman aus Madrid führt ein Netz von Bewegungen vor, keine Erzählung. „Risikobereit und körperlich“, nennt es Gonzales. „Pixel“, eine Arbeit des Choreografen Mourad Merzouki mit der „Compagnie Käfig“ aus Frankreich, zeigt, wie die Körper der Tänzer völlig in einer Videoanimation aufgehen können. „Voronia“ von „La Veronal“ aus Barcelona erzeugt magische Bilder und Assoziationen, wird fast wie eine Oper präsentiert.
Was die beiden noch empfehlen? Zum Beispiel den Israel-Abend am 2. März im Zwinger. Die Tanzgala Baden-Württemberg am 3. März, bei der die Gäste mit Bussen von der Hebelhalle zum zweiten Teil im Theater gefahren werden. Oder „Remembering Tanja Liedtke“ am 1. März im Alten Saal – eine Hommage an die junge deutsche Choreografin, die 2007 in Sydney infolge eines Unfalls starb.
Muss man ein Tanzstück verstehen? Nein, finden die Choreografinnen. „Ich genieße es, wenn ich in eine Welt mitgenommen werde, die ich nicht kenne“, sagt Nanine Linning. Und Jai Gonzales meint, dass man sich dem Tanz einfach öffnen muss und nicht ungeduldig werden darf.
Für die Holländerin wird es die letzte Tanzbiennale in Heidelberg sein, die sie mit veranstaltet. Doch wenn sie das Theater im Sommer verlässt und frei arbeitet, bleibt sie in Heidelberg wohnen. Sie sei neugierig auf ihren Nachfolger und werde zu Premieren der Tänzer ins Theater kommen, versprach sie. Und kündigte sogar an: „Ich habe so viele Kreationen im Kopf. Die will ich in Heidelberg mit dem Publikum teilen.“
Birgit Sommer, RNZ 31.11.2017


Freundeskreis-Talk 21.11.2017

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Zwei Choreografinnen mit Charisma
Von Birgit Sommer
Seit Nanine Linning mit ihrer Dance Company in der Stadt ist und seit Jai Gonzales für ihr Unterwegstheater in der Hebelhalle einen festen Raum für die Aufführungen gefunden hat, boomt der Tanz in Heidelberg. 2014 stellten sie erstmals eine Tanzbiennale auf die Beine, vom 24. Februar bis zum 4. März 2018 folgt die dritte Auflage, das Budget in Höhe von 150 000 Euro wird von Land, Stadt und Manfred-Lautenschläger-Stiftung finanziert.
Zwei charismatische und kraftvolle Persönlichkeiten – so zeigten sich die beiden Frauen beim „Freundeskreis-Talk“ im Alten Saal des Theaters, wo Gabriele Wiedemann vom Freundeskreis des Theaters und Orchesters mit ihnen über das Festival, aber auch über die Sprache des Körpers, das Entstehen von Choreografien und Innovationen im Tanz sprach. Das Ganze war so animierend, dass jeder Zuhörer sofort beschloss, Festival-Karten zu kaufen.
Konkurrenz – das ist für beide Frauen gar kein Thema. Jai Gonzales erlebt sie nur als positiv. „Ich brauche Konkurrenz, um mich selbst zu verbessern“, sagt auch Nanine Linning. Wie die beiden ihre Stücke erarbeiten, das ist völlig unterschiedlich. Die Holländerin Nanine Linning, seit 2012 mit ihrer Company am Theater Heidelberg, bespricht das Konzept zuerst mit ihrem künstlerischen Team. Etwa zwei Monate vor der Premiere fängt sie an, die Visionen zusammen mit den Tänzern zu entwickeln. Sie probt täglich sechs bis sieben Stunden mit ihnen, schaut sich nachts die Videos an, schreibt dann an ihrem „Buch“ für den nächsten Probetag weiter.
Dass ihre Tänzer häufig wechselten, bekennt Linning, mache sie manchmal traurig, doch sie hat Verständnis: „Tänzer haben eine Karriere von zehn bis 15 Jahren, sie finden es spannend, mit verschiedenen Choreografen zu arbeiten und verschiedene künstlerische Prozesse kennenzulernen.“ Ihre Erfolgsstücke wie etwa „Hieronymus B.“ muss Linning dann mithilfe von Videos von Neuem erarbeiten.
Bei Jai Gonzales, ehemals Tänzerin des Nationaltheaters Lima, entsteht das Stück bei der Probe. „Der Tänzer macht aus der Struktur eine eigene Sprache“. Sie arbeitet seit Jahren mit einer Gruppe freier Tänzer zusammen: „Wir kennen uns so extrem, dass ich nichts erklären muss.“
Drei Videosequenzen von den internationalen Gastspielen zur Biennale vermittelten dem Publikum, was Tanz heute kann. „All Ways“ von Sharon Fridman aus Madrid führt ein Netz von Bewegungen vor, keine Erzählung. „Risikobereit und körperlich“, nennt es Gonzales. „Pixel“, eine Arbeit des Choreografen Mourad Merzouki mit der „Compagnie Käfig“ aus Frankreich, zeigt, wie die Körper der Tänzer völlig in einer Videoanimation aufgehen können. „Voronia“ von „La Veronal“ aus Barcelona erzeugt magische Bilder und Assoziationen, wird fast wie eine Oper präsentiert.
Was die beiden noch empfehlen? Zum Beispiel den Israel-Abend am 2. März im Zwinger. Die Tanzgala Baden-Württemberg am 3. März, bei der die Gäste mit Bussen von der Hebelhalle zum zweiten Teil im Theater gefahren werden. Oder „Remembering Tanja Liedtke“ am 1. März im Alten Saal – eine Hommage an die junge deutsche Choreografin, die 2007 in Sydney infolge eines Unfalls starb.
Muss man ein Tanzstück verstehen? Nein, finden die Choreografinnen. „Ich genieße es, wenn ich in eine Welt mitgenommen werde, die ich nicht kenne“, sagt Nanine Linning. Und Jai Gonzales meint, dass man sich dem Tanz einfach öffnen muss und nicht ungeduldig werden darf.
Für die Holländerin wird es die letzte Tanzbiennale in Heidelberg sein, die sie mit veranstaltet. Doch wenn sie das Theater im Sommer verlässt und frei arbeitet, bleibt sie in Heidelberg wohnen. Sie sei neugierig auf ihren Nachfolger und werde zu Premieren der Tänzer ins Theater kommen, versprach sie. Und kündigte sogar an: „Ich habe so viele Kreationen im Kopf. Die will ich in Heidelberg mit dem Publikum teilen.“
Birgit Sommer, RNZ 31.11.2017

Freundeskreis-Talk 21.11.2017

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Zwei Choreografinnen mit Charisma


Seit Nanine Linning mit ihrer Dance Company in der Stadt ist und seit Jai Gonzales für ihr Unterwegstheater in der Hebelhalle einen festen Raum für die Aufführungen gefunden hat, boomt der Tanz in Heidelberg. 2014 stellten sie erstmals eine Tanzbiennale auf die Beine, vom 24. Februar bis zum 4. März 2018 folgt die dritte Auflage, das Budget in Höhe von 150 000 Euro wird von Land, Stadt und Manfred-Lautenschläger-Stiftung finanziert. Zwei charismatische und kraftvolle Persönlichkeiten – so zeigten sich die beiden Frauen beim „Freundeskreis-Talk“ im Alten Saal des Theaters, wo Gabriele Wiedemann vom Freundeskreis des Theaters und Orchesters mit ihnen über das Festival, aber auch über die Sprache des Körpers, das Entstehen von Choreografien und Innovationen im Tanz sprach. Das Ganze war so animierend, dass jeder Zuhörer sofort beschloss, Festival-Karten zu kaufen. Konkurrenz – das ist für beide Frauen gar kein Thema. Jai Gonzales erlebt sie nur als positiv. „Ich brauche Konkurrenz, um mich selbst zu verbessern“, sagt auch Nanine Linning. Wie die beiden ihre Stücke erarbeiten, das ist völlig unterschiedlich. Die Holländerin Nanine Linning, seit 2012 mit ihrer Company am Theater Heidelberg, bespricht das Konzept zuerst mit ihrem künstlerischen Team. Etwa zwei Monate vor der Premiere fängt sie an, die Visionen zusammen mit den Tänzern zu entwickeln. Sie probt täglich sechs bis sieben Stunden mit ihnen, schaut sich nachts die Videos an, schreibt dann an ihrem „Buch“ für den nächsten Probetag weiter. Dass ihre Tänzer häufig wechselten, bekennt Linning, mache sie manchmal traurig, doch sie hat Verständnis: „Tänzer haben eine Karriere von zehn bis 15 Jahren, sie finden es spannend, mit verschiedenen Choreografen zu arbeiten und verschiedene künstlerische Prozesse kennenzulernen.“ Ihre Erfolgsstücke wie etwa „Hieronymus B.“ muss Linning dann mithilfe von Videos von Neuem erarbeiten. Bei Jai Gonzales, ehemals Tänzerin des Nationaltheaters Lima, entsteht das Stück bei der Probe. „Der Tänzer macht aus der Struktur eine eigene Sprache“. Sie arbeitet seit Jahren mit einer Gruppe freier Tänzer zusammen: „Wir kennen uns so extrem, dass ich nichts erklären muss.“ Drei Videosequenzen von den internationalen Gastspielen zur Biennale vermittelten dem Publikum, was Tanz heute kann. „All Ways“ von Sharon Fridman aus Madrid führt ein Netz von Bewegungen vor, keine Erzählung. „Risikobereit und körperlich“, nennt es Gonzales. „Pixel“, eine Arbeit des Choreografen Mourad Merzouki mit der „Compagnie Käfig“ aus Frankreich, zeigt, wie die Körper der Tänzer völlig in einer Videoanimation aufgehen können. „Voronia“ von „La Veronal“ aus Barcelona erzeugt magische Bilder und Assoziationen, wird fast wie eine Oper präsentiert. Was die beiden noch empfehlen? Zum Beispiel den Israel-Abend am 2. März im Zwinger. Die Tanzgala Baden-Württemberg am 3. März, bei der die Gäste mit Bussen von der Hebelhalle zum zweiten Teil im Theater gefahren werden. Oder „Remembering Tanja Liedtke“ am 1. März im Alten Saal – eine Hommage an die junge deutsche Choreografin, die 2007 in Sydney infolge eines Unfalls starb. Muss man ein Tanzstück verstehen? Nein, finden die Choreografinnen. „Ich genieße es, wenn ich in eine Welt mitgenommen werde, die ich nicht kenne“, sagt Nanine Linning. Und Jai Gonzales meint, dass man sich dem Tanz einfach öffnen muss und nicht ungeduldig werden darf. Für die Holländerin wird es die letzte Tanzbiennale in Heidelberg sein, die sie mit veranstaltet. Doch wenn sie das Theater im Sommer verlässt und frei arbeitet, bleibt sie in Heidelberg wohnen. Sie sei neugierig auf ihren Nachfolger und werde zu Premieren der Tänzer ins Theater kommen, versprach sie. Und kündigte sogar an: „Ich habe so viele Kreationen im Kopf. Die will ich in Heidelberg mit dem Publikum teilen.“ Birgit Sommer, RNZ 31.11.2017